Roger Gobron - Belgischer Maler 1899-1985

 

Signature in 1952

 

Slideshow Roger Gobron

 

 

 

 

Biographie

 

 

 

 

 

1899
Roger Gobron wird am 9. Oktober 1899, in Sint-Joost-ten-Node, Brüssel, als jüngstes von zwei Kindern geboren.

1900
Er und seine Schwester Andrée (1897- 1990) werden von den Eltern, Joseph Gobron (1870-1945) und Josephine Lassine (1863-1932), zu ihrer Tante Flavie Lassine nach Saint-Mard, in die an der Grenze zu Luxemburg gelegene Provinz Gaume, geschickt. Tante Flavie and das Kindermädchen, Florence Dupont, ziehen die Kinder gross.

1907
Er beobachtet Nestor Outer beim Malen eines Aquarells in Florence Dupont's Garten.

1911
Die Kinder ziehen zurück zu den Eltern nach Brüssel. Roger beendet die »Ecole Communale d'Anderlecht«. Er schreibt sich an der Musikschule von Anderlecht ein. Er nimmt Abendkurse in Zeichnen und dekorativer Kunst bei Désiré Piryns an der »Arts et Métier«.

1912
Roger besucht die Oberschule, das »Athenée de Bruxelles« bis 1915.

1913
Er malt sein erstes Aquarell. Signiert seine Werke mit seinen Initialen und später mit einem schräggestellten R. Gobron bis in die späten 1930-er.

1914
Begegnung mit Schriftsteller Octave Maus und Malerin Camille Barthelemy im Gaume, wohin er sein ganze Leben lang immer wieder zurückkehrt, wenn auch nur für kurze Zeit.

1915
Studium an der Königlichen Akademie der Schönen Künste, Brüssel, bei den Lehrern Adolphe Crespin, Herman Richir, Louis Tits and Georges Van Eechoute bis 1918. Gewinnt den ersten Preis mit Auszeichnung in ornamentaler Kunst an der Akademie.

1919
Nimmt bis Mai 1921 an Workshops in dekorativer Kunst teil.

1921
Bis April 1922, absolviert er seinen Militärdienst in Antwerpen, wo er sich mit dem späteren Architekten Leon Stijnen anfreundet.

1922
Arbeitet bis 1930 in der elterlichen Glas-Fabrik, begleitet Stummfilm Vorführungen mit der Violine und musiziert mit seinem Freund Philippe Voets in Orchestern in und um Brüssel.

1923
Schließt sich der Künstlergruppe Cercle d'Anderlecht an, mit der er bis 1975 ausstellt. Besucht Abendkurse in Buchführung und trifft Elise Weymans (1894-1983).

1924
Gobron's Schwester Andrée heiratet den Dichter Maurice Carême. In späteren Jahren, wird er sie Caprine nennen.

1927
Elise Weymans kauft ein Haus in Heist-aan-Zee. Das Paar macht daraus eine Pension. Von der See und der flämischen Landschaft beeinflußt, ändert sich Gobrons Farbpalette.

1928
Roger bekommt seine erste eigene Ausstellung in der Galerie La Cimaise in Brüssel.

1930
Heirat mit Elise Weymans. Er lebt in der Pension in Heist-aan-Zee bis 1933.

1932
Stellt in Ostende aus, inmitten James Ensor und Willem Van Hecke. Betreibt ein Kino, das Flora in Ypern, wo das Ehepaar im Winter lebt. Roger tritt der Künstlergruppe von Ypern bei. Als ein Ergebnis seiner musikalischen Aktivitäten trifft er auf Victor Legley, den späteren Komponisten und Vorsitzenden der Autoren Vereinigung Sabam.

1937
Roger verläßt Elise Weymans und geht für drei Monate nach Bath in Großbritannien, um seine Geliebte, Cléo Brown (*1904), auch Miss genannt, zu besuchen. Sein Werk ist vom Kubismus beeinflußt.

1938
Kauft ein Haus in Blankenberge und macht erneut eine Pension daraus. Begegnet Fabienne Roman (1909-1990). Sie wird sein Model und seine Lebensgefährtin. Bei Kriegsausbruch verliert er das Haus.

1939
Befreundet sich mit den Malern Willem Van Hecke and André Dalle.

1942
Begegnet Marie-Jo Coevoet, geboren 1916.

1944
Gibt seine Musiker Karriere für eine zeitlang auf und zieht zusammen mit Marie-Jo und Fabienne nach Oost-Eeklo auf's Land, um den deutschen Besatzern zu entgehen. Sie ziehen zu André Dalle und seiner Familie. Gobron's Farbpalette ändert sich ein weiteres Mal.

1946
Ausstellung im Salon du Cercle Belge de la Librairie, Brüssel. Heiratet Marie-Jo Coevoet und zieht zusammen mit seiner Frau und Fabienne nach Balgerhoeke, in die Nähe von Eeklo. In ihrem Haus verkehren Jan Vercammen und Firmin Cuypers, sowie der französische Künstler Michel Ciry.

1947
Roger, Marie-Jo and Fabienne ziehen nach Eeklo. Der Kunstkritiker Jan Walraevens, besucht sie und ist voll des Lobes für Gobrons Werk.

1948
Als Violinist beim Orchester von Eeklo bis 1962.

1949
Stellt in Eeklo aus und gründet ein Streich-Quartett.

1952
Fabienne verläßt das Ehepaar, nur um zwei Jahre später wieder zurückzukehren.

1953
Ausstellungen unter anderem in Gent und Brüssel. Marie-Jo Gobron gewinnt den Hubert Krains Preis für ihre Gedichtsammlung Houles, das Cover illustrierte Roger.

1954
Geburt seines Sohnes Jean-Noël Gobron, gefolgt von einer wichtigen Ausstellung in der Galerie Au Cheval de Verre, in Brüssel.

1955
Gobrons Aquarell Musique de Chambre wird im Annuaire des Beaux-Arts de Belgique (1950-51) publiziert.

1961
Illustriert Marie-Jos Gedichtsammlung De Visage à Visage. Das Ehepaar kauft ein Haus in Brügge.

1962
In Begleitung von Fabienne, ziehen sie nach Brügge. Sie verkehren bei den Malern Henri Victor Wolvens and Rik Slabbinck. Roger begegnet dem Bildhauer George Grard.

1968
Das Ehepaar macht Urlaub in Vitré in der Bretagne. Von der Reise inspiriert, entsteht eine große Anzahl von Gemälden. Fabienne heiratet.

1977
Bei einer Ausstellung macht Jean-Noël die ersten Aufnahmen von seinem Vater, in der Absicht einen Dokumentarfilm zu drehen.

1981
Prinz Charles, Regent von Belgien (1944-50), besucht Roger und Marie-Jo zu Haus.

1984
Roger illustriert das Cover von Marie-Jos Gedichtsammlung Instants.

1985
Gobron stirbt in Brügge am 24. März. Er hinterläßt mehr als 3000 Werke. Jean-Noël und Marie-Jo Gobron gründen Alcyon Film im Gedenken an den Maler.

1987
Jean-Noël Gobron beendet die Dokumentation Portrait meines Vaters, Aquarellist. Der Film gewinnt mehrere Preise und wird noch immer innerhalb und außerhalb Belgiens aufgeführt.

 
 
Roger Gobron 1918
Zeichnung, signiert Chot
Portrait Roger Gobron gezeichnet Chot